Ehrenfeld: Federvieh goes Streetfood

Streetfood ist nicht nur wahnsinnig hip, sondern in den meisten Fällen auch ziemlich lecker. Kein Wunder also, dass sich das Street Food Festival in Ehrenfeld innerhalb kürzester Zeit zum Renner entwickelt hat. Warum ich das Ganze bisher gemieden habe und was Federvieh damit zu tun hat, dass ich meine Meinung nun doch ändern könnte, erfahrt ihr hier.

Das Street Food Festival in Ehrenfeld kennt wahrscheinlich jeder. Nicht zwingend, weil er selbst schon mal da war. Aber irgendjemand aus dem Freundeskreis hat bestimmt davon berichtet. Schließlich wurde das monatlich stattfindende Event innerhalb kürzester Zeit zum absoluten Renner in Köln. Nachvollziehbar: Foodtrucks sind hip, Streetfood hat Charme und das ehemalige Güterbahnhof-Gelände von Jack in the Box lieben viele Kölner sowieso. Allerdings war genau das – so hörte man – wohl das Problem: Von der Streetfood-Idee sind nämlich so viele Menschen begeistert, dass man teilweise ewig Schlange stehen musste, um überhaupt reinzukommen. Hinzukam das Anstehen vor den Foodtrucks selbst. Dass ich für ein Festival, auf dem ich ohnehin Geld für Essen ausgebe, nicht nur ewig warten, sondern auch noch zwei Euro Eintritt zahlen soll, leuchtete mir schlichtweg nicht ein. Also habe ich das Ganze gemieden. Bis jetzt.

Warum ich meine Meinung nun doch ändern könnte? Weil ich bei einem Blogger-Tasting ein paar Leckereien, die am kommenden Wochenende (30. April & 1. Mai) beim Ehrenfelder Street Food Festival angeboten werden, vorab testen durfte. Und zwar ohne Schlangestehen. Grund für die Einladung: Spitzenkoch Eiko Scharfenberger ist zum zweiten Mal mit von der Partie und präsentiert sich den Gästen mit seiner Marke "Federvieh". Und wenn ein Koch, der schon für Gourmetrestaurants mit sage und schreibe drei Guide-Michelin-Sternen gearbeitet hat, plötzlich Streetfood-Burger kredenzt, dann darf man dafür auch mal die Werbetrommel rühren.

"Immer anders als die Anderen – aber immer lecker"

Wer den Name "Federvieh" hört, muss kein Genie sein, um zu erraten, dass es dabei um Geflügel geht. Unter dem Motto "Immer anders als die Anderen – aber immer lecker!" hat es sich der 37-Jährige zur Aufgabe gemacht, ausgefallene Geflügel-Kreationen jenseits vom übergarten Brathendl zu servieren. Und ausgefallen wird es auch am kommenden Wochenende: Denn wenn Eiko seine Burger dann genauso grandios hinbekommt wie beim Vorab-Tasting, dann dürfen sich seine Gäste auf eine Chicken-Burger-Erfahrung deluxe gefasst machen.

Zwei verschiedene Variationen wird es geben – einen mit Pulled Chicken und einen mit Filet. Der Pulled-Chicken-Burger wird mit geschmortem und gesmokten Hähnchenunterschenkel, selbstgemachtem Rub, BBQ-Sauce, Coleslaw und gebackenen Zwiebelringen garniert. Als Burger-Bun nutzt Eiko in diesem Fall ein Briochebrötchen mit Majoran. Der Chicken-Filet-Burger hingegen wird mit gegrilltem Hähncheninnenfilets gemacht. Das Fleisch ist fein gewürzt – mit Olivenöl, Fleur de Sel, Zitrone und Rosmarin. Oben drauf kommen marinierter Rucolasalat, Kirschtomatensalsa und Guacamole. Das Burger-Brötchen ist eine Art Focaccia mit Zitronenabrieb und Rosmarin.

Federvieh ist mehr als nur Burger

Beide Burger sind jeweils für faire 5,50 Euro zu haben. Als kleines Extra gibt es sogar noch eine Probierportion von Eikos schmackhaft-würziger Kikokbratwurst mit Curry-Schalottensauce oben drauf. Und wer beim Lesen nicht selbst schon drauf gekommen ist: Ja, für so ein Essen kann man auch mal anstehen. Ihr wollt wissen, welcher Burger besser schmeckt? Eine ganz eindeutige Antwort gibt es da wohl leider nicht. Denn bei den Bloggern schnitten beide Varianten gleich gut ab. Würde man mich jedoch zu einer Entscheidung zwingen, wäre wohl der Filet-Burger mein Favorit.

Beim Blogger-Tasting ließ Eiko es sich natürlich nicht nehmen, der versammelten Meute zu beweisen, dass ein Gourmetkoch wie er noch weitaus mehr aus seinem Federvieh zaubern kann als nur Burger. Und so tafelten er und sein Küchenteam ordentlich auf: Coq au vin vom Stubenkücken mit Kartoffel-Nussbutterpüree, Roulade vom Perlhuhn mit lauwarmem Spargelsalat, Gänseleberparfait mit Himbeeren und geräucherte Entenbrust mit Rhabarber. Alles hervorragend! Wer es jetzt unverschämt findet, solche Leckerbissen aufgezählt zu bekommen, ohne sie selbst testen zu können, muss nicht direkt schmollen. Denn in Köln gibt es auch andernorts noch Gelegenheiten, in den Genuss von Eikos Kochkünsten zu kommen. Beim Dreigang Supper Club zum Beispiel. Was genau das ist, könnt ihr in dem WeAreCity-Beitrag von Steffi nachlesen.

Kikokbratwurst mit Curry-Schalottensauce , Roulade vom Perlhuhn mit lauwarmem Spargelsalat, Coq au vin vom Stubenkücken mit Kartoffel-Nussbutterpüree und geräucherte Entenbrust mit Rhabarber zauberte Eiko in seiner Küche.

Der 37-jährige Spitzenkoch hat bereits in mehreren Sternerestaurants gearbeitet und will sich nun mit seiner Marke "Federvieh" selbstständig machen.

Auch eine Curry-Zitronengras-Suppe und Gänseleberparfait mit Himbeeren gehörten zum Blogger-Tasting-Menü.

Geschmack hat Eiko auch bei der Getränkeauswahl bewiesen: Zum Essen gab es das Foundation II Pale Ale von Crew Republic.

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