Liebster Award: Elf Fragen an Leuk

Leuk hat den Liebster Award bekommen – und zwar von Misses Backback. Was genau es mit dieser Auszeichnung auf sich hat, warum ich jetzt elf Mal aus dem Nähkästchen plaudere und weshalb ich mich entschieden habe, alle Regeln zu brechen, erfahrt ihr hier.

Liebester-Award: Wer, wie, was?

Was der Liebster Award ist? Hier die Kurzfassung: Ein Blogger nominiert seine 11 Lieblingsblogs und schickt ihnen 11 Fragen, die die "Preisträger" dann auf ihrem Blog beantworten. Die Gewinner nominieren dann wiederum ihre 11 (!) Lieblingsblogs, schicken 11 Fragen und so weiter...es ist ein nicht enden wollender Kreislauf.

Man könnte jetzt behaupten, dass der Liebster Award sowas wie der Oscar unter den Bloggern ist. Ist aber natürlich totaler Quatsch. Denn irgendwo habe ich mal gelesen, dass man schon bei der fünften Runde bei Hunderttausenden nominierten Bloggern angelangt ist. Ich selbst bin natürlich völlig außerstande, sowas auszurechnen. Aber auch mein Hirnschmalz reicht gerade noch für die Feststellung, dass das eine ganz schön inflationäre Sache ist.

Wozu dann der ganze Scheiß? Naja, erstens gibt man nett gemeinte Geschenke nicht zurück. Auch ich fand es sehr charmant, dass MISSES BACKPACK mich offenbar unter ihren Lieblingsblogs wähnt. Dafür an dieser Stelle ein dickes Dankeschön. Zweitens ist der Liebster Award eine unaufdringliche Gelegenheit, seinen Lesern mal ein paar Fragen über sich selbst zu beantworten, ohne dabei Gefahr zu laufen, dass jemand denkt "Was ist das denn für eine sinnbefreite Liste voller belangloser Dinge, die ich nie von dir wissen wollte?". Hat ja schließlich jemand gefragt. Und drittens kann man den Bloggern, die man selbst erste Sahne findet, das auch mal sagen, ohne wie ein verrückter Stalker zu wirken.

Das sind Misses Backpacks Fragen an Leuk:

1. Was sagt Dein Umfeld dazu, dass Du bloggst?

Inzwischen gibt es so viele Blogger, dass man wohl niemanden mehr damit schocken kann, wenn man plötzlich auch unter die Blogger geht. Klar – viele meiner Freunde finden das, was ich da mache, schon irgendwie spannend. Mit wirklich überraschten oder kuriosen Reaktionen kann ich trotzdem nicht dienen. Ist ja nicht so, als hätte ich gestanden, dass ich jetzt in ein Nudisten-Camp ziehe. Viel hat sich sowieso nicht verändert: Ich schreibe. Das mache ich als Journalistin ohnehin schon seit ein paar Jahren. Jetzt eben auch als Bloggerin – über Reisen und Cafés, auf meiner eigenen Website.

2. Bist Du Teilzeit- oder Vollzeitblogger und verdienst Du damit Deine Brötchen?

Bisher ist "Leuk" für mich vor allem ein schönes Hobby. Ich hab mal gehört, ein Mensch braucht sowas angeblich – also ein Hobby. Für all die angesagten Trendsportarten fehlen mir leider die zwei M's – Muckis und Motivation. Also mache ich einfach das, was ich am besten kann – Kaffee trinken und durch die Welt tingeln. Und weil ich jetzt auch noch darüber schreibe, habe ich endlich auch mal eins – also eines dieser Hobbys, die angeblich jeder braucht.

3. Mit welchen fünf Eigenschaften würdest Du Dich beschreiben?

Oh, schwierig sowas. Dafür muss man sich ja nicht nur selbst beobachten, sondern auch noch selbst beurteilen. Ist mir zu kompliziert – also mach ich's einfach: kaffeesüchtiger Schreiberling. Wären schon zwei Eigenschaften. Dann packen wir noch den Klassiker einer jeden schlechten Kontaktanzeige oben drauf: reiselustige SIE. Wären wir schon bei vier. Und ja, SIE ist auch ne Eigenschaft – wird jeder Verfasser von Polizeifahndungen gerne bestätigen. Eigenschaft Nummer 5? Erklärt sich jetzt wohl irgendwie von selbst: Geht unnötigen Problemen gerne aus dem Weg. Oder: Warum kompliziert, wenn's auch einfach geht?

4. Wie lässt Du Dich für Deine nächste Reise inspirieren und wählst Deine Reiseziele aus?

Da bin ich ziemlich simpel gestrickt: Wenn ich Bilder oder Berichte von Ländern sehe, die einfach nur unfassbar schön sind, dann will ich da hin. Wie ein kleines Kind, das nen bunten Lolli im Supermarkt entdeckt hat und den unbedingt haben will. Ist natürlich auch immer eine Frage des Budgets – denn Reisen kosten ja meist ein bisschen mehr als die 70 Cent für den Lutscher. Aber die Liste mit tollen Fleckchen Erde, die man auch mit kleinem Geldbeutel entdecken kann, ist ja lang genug.

5. Wie planst Du Deine Reisen?

An dieser Stelle ist es wohl Zeit, etwas zu gestehen: Ich hasse es zu planen. Karten studieren, unzählige Reiseportale durchwühlen, Dutzende Flug- und Hotelpreise miteinander vergleichen und den günstigsten Mietwagen finden? Unfassbar nervig! Zum Glück hat mein planloser Topf nen ziemlich organsierten Deckel gefunden. Geht es um die Reise-Orga, ist mein Freund ein absolutes Genie. Ist das Reiseziel einmal ausgewählt, beschränkt sich mein Teil der Reiseplanung also aufs entspannte Zurücklehnen.

6. Rucksack oder Koffer und was darf auf keinen Fall fehlen?

Beides. Der Rucksack für den Krimskrams, der Koffer für den Rest. Mit müssen: Fallschirm, Hoolahoop-Reifen, der pinke Ghettoblaster und mein silbernes Einhorn-Kostüm. Nein, Quatsch. Meine Packliste ist ziemlich unspektakulär. Am wichtigsten ist eigentlich die Kamera. Alles andere – wie Zahnbürste oder Handtuch – kann man zur Not auch vor Ort noch kaufen.

7. Was ist Dein Lieblingsreiseziel und warum?

Ich mag Reiseziele, die man spontan, schnell und auch mit wenig Geld erreichen kann. Amsterdam zum Beispiel. Von Köln aus ist man in drei Stunden da und plötzlich von Grachten, Booten, wunderschönen Altbauten, tollen Designläden und Dutzenden zauberhaften Cafés umgeben. Auch nicht allzu weit weg und wunderschön: die britischen Inseln. In Irland und England gibt es nicht nur tolle Städte wie Dublin oder London, sondern auch atemberaubend schöne Natur – wie Connemara oder den Lake District.

8. Wo hat es Dir überhaupt nicht gefallen und welchen Grund gab es dafür?

Nicht gefallen? Eigentlich nirgendwo. Neue Städte und Länder zu entdecken, ist immer irgendwie toll. Natürlich gibt es trotzdem Orte, an die ich nicht dringend zurückkehren muss. Oslo ist so ein Ort. Die Stadt ist zwar "ganz nett", mehr aber eben auch nicht. Hinzukam, dass die Mondpreise in den Restaurants und Bars die Liebe für diese Stadt nicht gerade beflügelt haben.

9. Was war Deine größte Reisepanne und wie bist Du aus der Nummer rausgekommen?

2010, als dieser isländische Vulkan mit dem unausprechlichen Namen ausbrach, war ich gerade in Italien und wollte meinen Rückflug in Richtung Deutschland antreten. Als die Welt erstmals von "Eyjafjallajökull" hörte, saß ich gerade in der Bahn zum Airport. Dort angekommen, hatte ich zunächst mal keinen blassen Schimmer, woher die ganzen Menschenmassen und Warteschlangen kamen. Als dann klar war, dass an diesem Tag kein Flugzeug italienischen Boden verlassen würde, musste ich mich schnell neu organisieren. In der ganzen Hektik wurde mir dann offenbar der Ausweis geklaut. Jedenfalls war er weg und der nächste Stopp ein italienisches Polizeipräsidium. Als mir nach ein paar Tagen dann endlich ein neuer Rückflug angeboten wurde, war nicht mehr der Vulkan, sondern der nicht vorhandene Ausweis das Problem. Ohne den wollte man mich nämlich nicht an Bord lassen. Bus oder Bahn? Waren restlos ausgebucht. Die halbe Welt veruschte offenbar, Italien zu verlassen. Ende vom Lied: Der Italien-Urlaub dauerte eine Woche länger als ursprünglich geplant. Übernachten konnte ich bei Freunden. Zum Glück – denn Zugticket und neuer Ausweis haben allein schon so viel gekostet wie zwei Nächte in einem Luxushotel.

10. Wenn Geld keine Rolle spielt und Du vier Wochen Zeit hast, was würdest Du dann tun?

Nochmal zurück an die US-Westküste und von da aus hoch bis nach Kanada. Allerdings hätte ich dafür dann eigentlich ganz gern mehr Zeit als nur vier Wochen. Kann man für Geld bestimmt auch kaufen, oder? Was kost' die Welt!

11. Hast Du ein Lebensmotto? Verrate es mir!

Ich würde nicht behaupten, dass mein Leben eine Mottoparty ist. Darum gibt es auch kein Lebensmotto. Aber vielleicht eine Feststellung – nämlich, dass eh immer alles anders kommt als man denkt.

Meine Nominierungen & Fragen

Elf Blogger nominieren? Kann man machen – muss man aber nicht. Finde ich. Denn ein Preis, der mit Zwängen beladen ist, wäre irgendwie mehr Strafe als Belohnung. Weil ich das ziemlich dämlich finde, dreh ich mir die Regeln jetzt mal ganz pippilangstrumpfmäßig so, wie sie mir gefallen. Widdewiddewitt! Ergebnis meiner selbstgebastelten Regeln? Ich nominiere nur vier Blogs – und zwar richtig tolle. Qualität statt Quantität! Ob die meine Fragen beantworten (immerhin so pflichtbewusst, ein paar Fragen aufzulisten, war ich dann doch), überlasse ich jedem selbst. Schließlich ist das hier kein "Ich mag deinen Blog, aber nur wenn du...", sondern ein "Ich mag deinen Blog. Punkt." Eine Leseempfehlung sozusagen. Hier also die Blogger, bei denen ihr meiner Meinung nach unbedingt mal vorbeischauen solltet:

Julia von Globusliebe

Kerstin von Paradise Found

Lisa von Lisa Goes Internet

Marion und Daniel von Geschichten von unterwegs

Von mir bekommt ihr folgende elf Fragen:

1. Welche Eigenschaften anderer Menschen bringen dich so richtig auf die Palme?

2. Dein liebster Platz auf Erden?

3. Deine wohl schlechteste Angewohnheit?

4. Du darfst einen Tag lang mit einem Menschen deiner Wahl Leben tauschen. In wessen Haut schlüpfst du?

5. Dein nutzlosestes Talent?

6. Strand oder Berge?

7. Ins Restaurant oder selber kochen?

8. Angenommen du darfst nur eine CD für einen Roadtrip mitnehmen – wer spielt den Soundtrack zu deiner Reise?

9. Einmal die Zeit zurückdrehen: Auf welche Erfahrung würdest du liebend gerne verzichten?

10. Welchen Titel würde deine Autobiografie tragen?

11. Du gewinnst fünf Millionen Euro im Lotto. Was stellst du mit deinem Jackpot an?

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