Nachgefragt: Leuks größte Food-Schwächen

Essen, das glücklich macht? Für den einen sind es die Schweinskopfsülze, für den anderen ist es der vegane Streuselkuchen. Fest steht: Jeder hat seine ganz bestimmten Gerichte oder Getränke, von denen er einfach nicht genug bekommen kann. Welche das bei mir sind, verrate ich euch hier.

Normalerweise bin ich gern selbst die Person mit den Fragen. Franzi von BRIEFKASTENLIEBE hat den Spieß nun trotzdem einfach umgedreht und nach meinen zehn größten Food-Schwächen gefragt. Ja genau – diese komischen Spielchen unter Bloggern, bei denen einer den anderen nominiert. Kann man doof finden, muss man aber nicht. Ich jedenfalls habe meine Plauderlaune ausgepackt und lasse mich nun mal eine Runde über meine (mehr oder weniger) geheimen Laster in Sachen Ess- bzw. Trinkbares aus. Was da bei Nummer 10 los ist? Nobody's perfect!

#1 Kaffee

Zwei Liter am Tag trinken? Was für mich in Form von Wasser eine nicht zu meisternde Herausforderung ist, wird dank Kaffee zum Kinderspiel. Ob nun stinknormaler Filterkaffee, Espresso oder Cappuccino – guter Kaffee geht immer und überall. Ohne hingegen läuft ziemlich wenig – vor allem morgens. Vor dem ersten Koffein-Kick lautet die Warnung: Ansprechen auf eigene Gefahr! Falls jetzt irgendwer das dringende Bedürfnis verspürt, mich über die ach so gesundheitsschädlichen Nebeneffekte von Kaffee aufzuklären: Danke, I've heard it all. Alles Quatsch! Lest lieber, warum wir Kaffeetrinker potenter und weniger alzheimeranfällig sind. Spätestens dann wollt ihr wahrscheinlich wissen, wo es in Köln den leckersten Kaffee gibt. Und genau das verrate ich euch hier.

#2 Gelbes Curry

Asiatisches Essen? Könnte ich drin baden. Nun sollte man meinen, dass jemand, der sowas von sich behauptet, total gerne Neues ausprobiert. Stimmt auch. Eigentlich. Allerdings komme ich so selten dazu – also zum Quer-durch-die-Speisekarte futtern. Und das liegt nicht etwa daran, dass ich zu selten Asiatisch essen gehen würde, sondern viel mehr daran, dass es auf so ziemlich jeder Asia-Karte ein gelbes Curry gibt. Habe ich das entdeckt, muss ich mir den Rest eigentlich nicht mehr anschauen. Denn: Ich bin süchtig nach gelbem Curry – und somit in Sachen Experimentierfreude eine ziemliche Null. Mein absoluter Lieblings-Asiate in Köln ist übrigens immer noch das LU – ein Vietnamese zwischen Zülpicher Straße und Barbarossaplatz. Um zu bestellen, muss ich das Menü vorher noch nicht mal gesehen haben. Denn am Ende wird es sowieso immer "das gelbe Gericht von der Tageskarte".

#3 Cheesecake

Kuchen an sich ist ja schon echt ne feine Sache. Wenn's dann aber auch noch um Cheesecake geht – mit richtig cremiger Füllung und knusper-süßem Boden –, dann tanzen meine Glückshormone den Zucker-Tango. Wo die Kölner Kuchen-Dealer meines Vertrauens zu finden sind, könnt ihr hier und da nachlesen.

#4 Matcha

Normalerweise kann man mich mit Tee jagen. Allerdings hat es mir dieses japanische Grünzeug namens Matcha echt angetan. Tja, keine Regel ohne Ausnahme. Aber wenn man mal ehrlich ist: So eine richtige Ausnahme ist das natürlich nicht. Denn mit der wässrigen Brühe namens Tee hat ein Matcha Latte wenig zu tun. Letzteres wird schließlich mit Milch gemacht und ist derart lecker, dass ich mir dafür schon vor Jahren einen dieser überteuerten Bambusbesen zugelegt habe. Das damals noch 30 Euro teure Spielzeug muss man als echter Matcha-Liebhaber natürlich im Haus haben – dachte ich mir. Man will seinen ebenso überteuerten Matcha ja schließlich nicht mit einem ungehobelten deutschen Schneebesen oder anderen Brutalitäten vergewaltigen. Mein Liebling unter den giftgrünen Pülverchen ist übrigens der Matcha von imogti. Zwei verschiedene dm-Sorten habe ich auch schon probiert – die sind zwar günstiger, aber geschmacklich eher lala.

#5 Joppiesauce

Belgische Fritten – schön knusprig, doppelt frittiert? Hammer! So richtig perfekt sind die meiner Meinung nach aber erst mit einer ordentlichen Ladung Jopiesauce. Laut Wikipedia ist das Ganze ein Mixtur aus Öl, Wasser, Emulgator, Zwiebeln und Curry. Klingt erstmal nicht so sexy, schmeckt aber so. Also nach Mundsex. Wenn auch nach dreckigem. Kleiner Hinweis an alle Frittenbudenbesitzer: Die Sauce gehört NEBEN und nicht auf die Pommes! Denn würde ich Kartoffelbrei wollen – und in genau den verwandeln sich unter Sauce verschüttete Pommes nun mal innerhalb kürzester Zeit –, würde ich das schon sagen. Sollte auch das Frittenwerk mal drüber nachdenken.

#6 Kirsch-Bier

Auch wenn ich gegen Kölsch, Pils oder ein Schwarzbier rein gar nichts einzuwenden habe, trinke ich am Ende dann doch am liebsten Mädchenbier – nämlich Kirschbier. Dabei ist es ganz egal, ob nun ein Kirsch-Porter oder ein belgisches Kirsch-Bier im Glas landet. Hauptsache süß und fruchtig.

#7 Schornstein-Fleisch

Es gibt wohl kaum einen Schornstein in Köln, der bisher für so viel Ärger gesorgt hat wie der des Kebaplands an der Venloer Straße in Ehrenfeld. Weil der gegenüber stationierten Polizei der Grillgeruch schon vor ein paar Jahren gehörig gegen den verbeamteten Strich ging, wurde das silberne Rauchröhrchen 2012 extra verlängert – und in den Medien erfuhr man damals, dass es beim Ordnungsamt sogar eine Geruchsabteilung gibt. Die war es wohl letztlich auch, die entschied, dass das Kebapland alle Auflagen erfüllt – und bleiben darf. Darüber freut sich nicht nur Jan Böhmermann, der die Bude seinen Fans alias Gastro-Böhmi bereits wärmstens ans Herz legte, sondern auch meine Wenigkeit. Der Dürüm oder das Sandwich mit Fleisch vom Holzkohlegrill ist einfach verboten gut. Das einzige, was mich davon abhält, ständig dort zu essen, ist die lange Warteschlange.

#8 Millionaire Bites

Schon mal was von Millionaire Bites gehört? In Großbritannien gibt es die kleinen Vierecke aus drei Schichten – Kekskrümel, Karamell und Schokolade – in so ziemlich jedem Supermarkt. Und die Dinger sind so lecker, dass ich mich bei jedem UK-Besuch hamsterkaufmäßig damit eindecke. Wer also mal dort ist: unbedingt probieren!

#9 Mamas Rouladen

Wer wie ich im Osten groß geworden ist, der hat da wahrscheinlich so eine leise Vorahnung, welche Bundesländer den deutschen Fleischkonsum auch künftig auf Kurs halten werden. In meiner Heimat halten die meisten Tofu wohl immer noch für ein exotisches Tierchen aus Fernost. Schnitzel, Bratwurst, Hackfleisch-Pfanne und Schweinebraten – all das gehörte in meiner Kindheit hingegen zur Standardverpflegung. Nicht zu vergessen das stinkende Bifi-Würstchen, das damals aus so ziemlich jeder Schulbrotdose müffelte. Bis heute hat sich an der "Zu einer richtigen Mahlzeit gehört ein ordentliches Stück Fleisch"-Attitüde wenig geändert. Vegetarier oder Veganer? Überfordern meine Mama bis heute. Kochen ohne ein einziges tierisches Produkt scheint irgendwie nicht im Bereich des Möglichen zu liegen. Und es gibt Momente, in denen ich fast ein bisschen froh darüber bin – nämlich genau dann, wenn Mamas selbstgemachte Rouladen mit Steinpilzsoße auf dem Teller landen. Dann habe sogar ich das Gefühl, ich könnte ein ganzes Rind verspeisen.

Ach ja: Es ist optisch zwar kaum zu unterscheiden, aber nein – das auf dem Bild ist keine Roulade, sondern ein kleines Bilderrätsel in Sachen Herkunftsort. Für die ganz Neugierigen. Und die, die es gar nicht wissen wollten.

#10 Pssst...

Ok, jetzt wird's irgendwie peinlich. Denn man kann ja wirklich viele Food-Schwächen haben, aber wenn sich auf dieser Liste etwas von McDonalds wiederfindet, gehört man eigentlich ins kulinarische Nirvana verbannt. Aber eines können die Clownsnasen mit dem goldenen M echt wie kein anderer: Schoko-Milchshakes! Ich liebe, liebe, liebe sie! Richtig schön dickflüssige und süße Pampe dieses Zeug. Übrigens: Der länderspezifischen Geschmacksmodifizierung sei dank sind die Shakes in den USA noch viel schokoladiger und noch viel süßer. Und ja: Ich liebe, liebe, liebe sie!

Und jetzt?

Geteiltes Leid ist...doppeltes Leid? Egal, jetzt seid ihr dran! Ich nominiere Tom von CAKE IN COLOGNE, Katharina von SO NAH UND SO FERN, Sonja von JOIN THE SUNNY SIDE, Anna von MISSES BACKPACK und Anika von NIKES HERZ TANZT. Wie immer gibt's von meiner Seite natürlich keinen Mitmach-Zwang.

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