Köln: Fünf Restaurants für ein perfektes Dinner

Wenn im Kühlschrank mal wieder gähnende Leere herrscht oder die Lust, selbst den Kochlöffel zu schwingen, gleich Null ist, gibt's eigentlich nur eine Lösung: Rausgehen und sich bekochen lassen. Fünf Kölner Restaurants, in denen ihr wirklich lecker zu Abend essen könnt, stelle ich euch heute vor.

Jaely's – Ehrenfeld

Für Kuchen-Suchtis wie mich bedarf es schon einer gewissen Willensstärke, nach dem Blick in die prall gefüllte Kuchentheke des Jaely's ausnahmsweise mal nicht nur Süßkram zu bestellen. Doch das Experiment lohnt sich. Denn wer das Jealy's an der Venloer Straße bisher nur als Top-Adresse für Kaffee und Kuchen abgespeichert hat, der wird positiv überrascht sein, wenn er plötzlich merkt, dass dieser Laden auch in Sachen "herzhaft Schlemmen" so einiges kann. Auf der Karte stehen vor allem mediterrane Gerichte – also Pizza, Pasta, Salat – und die sind auch noch richtig günstig. Vor allem die Tagesangebote, die vorab regelmäßig auf Facebook veröffentlich werden, sind preislich unschlagbar. In der Regel geht es da schon ab fünf Euro los. Für meinen riesigen Chef-Salat mit Pilzen und angebratenen Rinderfilet-Spitzen habe ich etwa zehn Euro bezahlt. Alles frisch, tolles Dressing und beim Fleisch wurde nicht gegeizt. Top!

Wo: Venloer Straße 252, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 23.30 Uhr, Samstag und Sonntag von 9 bis 23.30 Uhr

Black Karate – Friesenwall

Außen hui, innen pfui? Im Black Karate am Friesenwall ist es genau andersrum. Denn zugegeben: Eine wirkliche Augenweide ist das Design von Black Karate nun wirklich nicht – außer man steht auf Asia-Kitsch und Imbiss-Flair. Irritieren lassen sollte man sich davon aber auf keinen Fall, denn in diesem kleinen Laden gibt es das beste Sushi Kölns – und das auch noch zu wirklich fairen Preisen. Die Schmetterlings Roll zum Beispiel – gefüllt mit Ebi-Tempura und Krebssalat, umhüllt mit Unagi, Ebi und Avocadostreifen und Special Dressing – sieht nicht nur wunderschön aus, sondern schmeckt auch noch grandios. Und sie ist riesig. Acht Stück für 9,30 Euro. Inside-Out-Rolls hingegen gibt es schon ab rund fünf Euro. Absoluter Suhsi Heaven! Wer keine gefüllte Reisröllchen mag, bekommt hier übrigens auch warme asiatische Küche – alles ohne Glutamat.

Wo: Friesenwall 116; Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 11.30 bis 23 Uhr, Samstag von 11.30 bis 23.30 Uhr, Sonntag von 14 bis 22.30 Uhr

Daikan – Belgisches Viertel

Eines der in Japan wohl beliebtesten Gerichte serviert das Daikan im Belgischen Viertel: die Ramen Suppe. Neben den Suppen voller frischer Zutaten gibt es außerdem noch Fleisch und Gemüse vom offenen Holzkohlegrill, der allerdings erst abends angeworfen wird. Wer auf Schnäppchenjagd ist, sollte trotzdem vor 17 Uhr da sein, denn dank des Mittagsangebots gibt es aktuell täglich von 12 bis 17 Uhr zu jeder Ramen Nudelsuppe eine japanische Tapa gratis dazu. Alle Naschkatzen sollten unbedingt Platz für Nachtisch lassen: Matcha- und Sesam-Eis sind der Knaller, der Cheesecake ist cremig und nicht zu süß, die mit Schokolade gefüllten Gyoza sind eine verfüherische Kalorien-Bombe. Übrigens: Wer abends oder am Wochenende ins Daikan möchte, reserviert am besten einen Tisch – denn das Daikan ist beliebt und dementsprechend gut besucht. Kein Wunder: Tolles Essen, chices Interieur und unfassbar freundlicher Service treffen hier aufeinander.

Wo: Maastrichter Straße 9, Öffnungszeiten: täglich von 11.30 bis 24 Uhr

Bagatelle – Lindenthal

Die Bagatelle, die viele bereits aus der Südstadt kennen dürften, hat in diesem Jahr Zuwachs bekommen – und zwar in Lindenthal im alten Wirtshaus "Zum Marienbildchen". Der Laden ist herrlich urig, gemütlich und nicht ohne Grund auch unter der Woche brechend voll. Die französischen Tappas sind wirklich unfassbar lecker und kosten pro Portion vier Euro. Wer gerne Fleisch ist, sollte unbedingt den Coq au vin probieren. Für Vegetarier empfehlen sich unter anderem der gegrillte Ziegenkäse auf Orangen-Chili-Marmelade und die Süßkartoffel-Pommes. Ein toller Ort für ein gemütliches Abendessen mit Freunden. Vorher unbedingt rechtzeitig reservieren!

Wo: Falkenburgstraße 2; Öffnungszeiten: täglich von 17 bis 24 Uhr

Noa – Belgisches Viertel

Wer perfekt gebratenes Rindfleisch liebt, sollte unbedingt im Noa an der Maastrichter Straße vorbeischauen. Denn dort gibt es das auf den Punkt gegarte Filet gleich in mehreren Varianten: auf Salat, Pasta oder Ofenkartoffel. Die gesunde Variante ist die wohl leckerste Ladung Grünzeug, die ich jemals gegessen habe. Mit 16 Euro zwar nicht das günstigste Vergnügen aller Zeiten, aber definitiv das beste: frische Wildkräuter, jede Menge Nüsse, Feigen, grandioses Dressing und dazu noch fantastisches Brot. Und ja – die lobhudelnden Adjektive sind mehr als verdient. Für nicht weniger Begeisterung sorgten übrigens Pasta und Flammkuchen.

Wo: Maastrichter Straße 3; Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 10 bis 24 Uhr, Sonn- und Feiertage 11 bis 24 Uhr

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