Köln: Warum HEMA auch Männer glücklich macht

Heute ist es soweit: HEMA eröffnet seinen ersten Laden in Köln und damit die größte Filiale deutschlandweit. Begeistert sind vor allem: Frauen. Dabei könnte dieser Laden auch Männer glücklich machen. Irgendwie.

Da steht die Freundin plötzlich vor dir, aufgeregt wie ein Wiesel, die Augen glänzender als ein CD-Rohling. Man(n) bekommt Angst: Will sie die Wohnzimmerwände rosa streichen? Den Männerabend durch einen Yoga-Partnerkurs ersetzen? Und dann das: "Schatz, hast du schon gehört: HEMA gibt's jetzt auch in Köln!" Und Mann denkt nur: HEMA? Es rattert. Boah nein. Ist das nicht dieser Laden in Holland? Der, der jeden Wochenendtrip ins Nachbarland zur Shopping-Orgie ausufern lässt? Das Geschäft, aus dem die Freundin immer all den Kram schleppt, von dem sie vorher selbst nicht wusste, dass sie ihn braucht? JA. Genau der.

Und jetzt denkt Mann sich: Scheiß Clickbait. Wie soll dieser Laden Männer bitte glücklich machen? Ganz einfach: HEMA – das ist wie das Bällebad bei McDonalds, oder das Småland im Ikea. Nur eben für Frauen. Die Entspannungskur für Pärchen-Shopper – direkt an der Hohe Straße. ER parkt seine Lady bei HEMA und kann selbst ganz entspannt in der Media-Markt-Technikabeteilung nebenan abhängen. Und ab sofort besteht damit auch die Chance, dass SIE beim nächsten Holland-Trip nicht mehr behauptet, dass Sightseeing in manchen Fällen nun mal völlig überbewertet ist.

Wäre Peter Zwegat ein Donald Trump – er würde eine Mauer bauen

Ok, ok, das war jetzt arg auf sämtlichen Geschlechterklischees herumgedroschen. Aber Fakt not Fake: Das HEMA Pre-Opening am Dienstagabend war schon ein ziemlicher Tanz der Östrogene. Irgendwie auch absehbar. Frau kennt ja die gemeine Artgenossinen – und sieht ihre Vorurteile bestätigt, wenn bei der Ticketverlosung fürs Pre-Opening NUR Frauen teilnehmen. Vielleicht liegt es ja am sechsten Sinn, der offenbar dafür sorgt, dass wir Frauen manchmal Stimmen hören. Und zwar immer dann, wenn wir kleine, bunte Sachen sehen, hübsche Dinge, Designteilchen, farbenfrohe Heftchen, Küchenkram und Cremetübchen. "Kauf mich", rufen diese Dinge dann. Und – großherzig wie Frau ist – will sie all die kleinen Babies natürlich sofort adoptieren und mit nach Hause nehmen.

Blöd nur, dass HEMA fast nur Teile hat, die "Kauf mich" rufen. Wäre Peter Zwegat ein Donald Trump – er würde sofort eine Mauer um HEMA bauen lassen. Doch ab heute gibt es für Kölner(innen) keine Rettung mehr: HEMA hat seine Türen an der Hohe Straße geöffnet. Der einzige Trost für's Konto: Design, Food und mehr gibt es hier zum kleinen Preis. Geschirrtüscher, Kissenbezüge und Notizbücher mit stylishen Prints für 3 Euro, Bio-Olivenöl und Superfoods für weniger als 4 Euro, ein Triangle-Spiegel für 6 Euro – wirklich meckern kann man da nicht. Zugegeben: Wirklich überlebenswichtig ist nichts davon. Aber Kuchen braucht ja eigentlich auch kein Mensch – glücklich macht er trotzdem. In diesem Sinne: Frohes Shoppen allerseits!

HEMA an der Hohe Starße 113: Am Dienstagabend gab's ein exklusives Pre-Opening für geladene Gäste.

Stößchen: Bei Prosecco und leckeren Snacks durften die ersten Gäste schon mal durch den ersten Kölner HEMA stöbern.

Ab heute dürfen alle shoppen: Tassen, Vasen, Kissenhüllen und noch viel mehr Deko zu fairen Preisen.

Mit dem Kölner Flagshipstore gibt es HEMA in Deutschland nun schon zehn Mal.

Die Kölner Filiale ist insgesamt 630 Quadratmeter groß – und damit die größte Deutschlands.

Kleiner Fun Fact am Rande: HEMA ist die Abkürzung für "Holländische Gesellschaft für Einheitspreise aus Amsterdam" – zum Glück sind die Waren nicht so altbacken, wie dieser Name klingt.

Wer Backen oder Kochen will, findet bei HEMA jede Menge Küchenequipment, aber auch Foodprodukte wie Kakaonibs oder Kokosblütenzucker.

Woran ich nicht vorbeigehen konnte: Das Glashaus – für Kaktus oder Kerze und dem Plaid mit Fischgrätenmuster. Außerdem: Boxershorts für den Mann und jede Menge Kleinkram aus der Goodiebag.

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